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Jonny Himmelblau und das Geheimnis von Schweiger

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Buchinformation

– Kategorie: Jugendbuch Mittelstufe (10 bis 12 Jahre)
– ab Alter: Ab 10
– Thema: Freundschaft, Gesellschaft, Ägypten
– Verlag: DIX, Bonn
– ISBN: 182 Seiten geb. ill. Fr. 19.90
– Erscheinungsjahr: 2015
– Allgemein: 182 Seiten geb. ill. Fr. 19.90
– Datum Rezension: 26.05.2016

Jonny Himmelblau und das Geheimnis von Schweiger

Autor: Andrea Karimé

Wir befinden uns in Ägypten, in einem Land, wo Kinder nicht gefördert werden, wo sie für die Erwachsenen arbeiten müssen oder abgeschoben werden und zu Strassenkindern werden. Der 12jährige Junis möchte sehr gerne zur Schule gehen, weil er einmal Tierarzt werden möchte. Die Lehrerin steckt ihm ein Buch mit guten Gedanken zu, die er beherzigen soll. Das ist seine Kostbarkeit. Junis kann sehr gut Geschichten erzählen. Daher sein Name: Jonny Himmelblau. Sein Vater aber meint, dass er von Buchstaben und Zahlen nicht leben könne und ihm daher besser helfe beim Zitronenverkaufen. Der Vater ist Zitronenhändler in Kairo. Er ist mit Esel und Wagen unterwegs. Er ist aber auch sehr bequem und unfreundlich. Er zieht Junis kraftvoll die Ohren lang, wenn etwas nicht sofort klappt. Der Vater hat kein Verständnis für die Interessen eines Kindes und keine Geduld mit seinem Sohn, obwohl Junis ein lieber Junge ist und ihm möglichst alles recht machen will. Junis hat einen Freund: Schweiger - ein seltsamer Kerl. Eines Tages verschwindet er spurlos. Zur gleichen Zeit verschwindet auch eine Tochter aus reichem Hause: Aische. Von ihr lesen wir bei jedem Kapitelanfang einen Teil ihres Briefes. Junis ist auf der Suche nach Schweiger und trifft auf einen blinden, kleinen Strassenjungen, der ihn sehr beeindruckt. Dieser Malik hat ganz besondere Talente. Gemeinsam suchen sie die Verschwundenen und tauchen ein in die Nacht der Strassenkinder. Gemeinsam meistern sie auch gefährliche Situationen. Als Junis erfährt, dass Schweiger ihm seine Vergangenheit verheimlicht hat, wackelt seine Welt. Kann er so noch sein Freund sein?

Anspruchsvoll, bis man als Leserin /Leser in die Geschichte hineingefunden hat. Doch dann faszinieren einen der Junge und Malik. Sie entführen den Leser ins Kairo der Gegenwart. Die grosse Schrift und die Linolschnitt ähnlichen Muster und Illustrationen lockern wohltuend auf. Gut, wenn jüngere Leser mit einem Erwachsenen darüber sprechen können. Die Idee ist genial und lässt uns oftmals über Situationen nachdenken und und unsere eigene Situation überdenken…

Ruth Müller