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Jugend ohne Gott

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Angebotsinformationen

– Anbieter: KINOKULTUR IN DER SCHULE
– Durchführungsdatum: Ab Ende August 2017
– Veranstaltungsort: Regionales Kino, siehe Angebot «Schulvorstellungen im Kino»
– Zielpublikum: 7. - 12. Schuljahr
– Dauer: Vorbereitung ca. 1-2 Lektionen, Kinobesuch ca. 100 Minuten, Gespräch mit Filmschaffenden ca. 45 Minuten (falls gewünscht), Nachbereitung ca. 1-2 Lektionen
– Kosten: CHF 10.00 pro Person bei 50 Teilnehmenden (Begleitpersonen kostenlos)
Alle Vermittlungstätigkeiten und die Unterrichtsmaterialien sind kostenlos.

Jugend ohne Gott

Kinofilm für den Unterricht

Spielfilm von Alain Gsponer, 118 Minuten, Deutsch

In naher Zukunft leben die Menschen in einer reinen Leistungsgesellschaft. Statt weniger «Erfolgreiche» – d.h. auch wirtschaftlich Schwache – zu unterstützen, geschweige sie gesellschaftlich einzubetten, werden sie von den Elitenschulen ausgeschlossen und gar in separaten, heruntergekommenen Quartieren isoliert.

Zachs (Jannis Niewöhner) Familie gehört aber der «erfolgreichen» Schicht an. Dass er nun in ein Assessment-Camp in der Natur aufbrechen soll, um neben seinen geistigen Schulleistungen auch seine physische Überlegenheit unter Beweis zu stellen, um sich für die renommierte Rowald Universität zu qualifizieren, passt dem sensiblen Unangepassten nicht. Statt sich mit den anderen Bewerbern dem Wettbewerb zu stellen, schreibt er lieber Tagebuch und zieht sich zurück. Dies fasziniert die ehrgeizige Nadesh (Alicia von Rittberg), obwohl oder gerade weil sie selbst überangepasst ist und unbedingt regelkonform ihre Topleistung erbringen will. Statt von Nadesh fühlt sich Zach von der geheimnisvolle Ewa (Emilia Schüle) angezogen, die im nahen Wald ganz alleine mit anderen Outsidern überlebt.

Als Zachs Tagebuch verschwindet und ein Mitschüler bei einer gefährlichen Übung verunfallt, ohne dass ihm rechtzeitig Hilfe geleistet würde, gerät die Situation ausser Kontrolle. Kann der vermeintlich grundanständige und integre Lehrer (Fahri Yardim) helfen – oder verfolgt auch er ganz andere, vielleicht gar eigennützige Ziele?

Basierend auf dem in den 1930-er Jahren erschienenen, gleichnamigen Roman des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horvarth, gelang dem Schweizer Regisseur und Drehbuchautor Alain Gsponer, der mit HEIDI (2015) einen der erfolgreichsten Schweizer Filme schuf und bereits mit AKTE GRÜNINGER und DAS KLEINE GESPENST grosse Kinoerfolge verzeichnen konnte, eine brisante und aufwühlende Modernisierung des Stoffes für die heutige Zeit. Ein gesellschaftskritischer Kommentar zu der aktuellen, kompetitiven, uniformen, eigennützigen Hochleistungsgesellschaft, in der moralische Werte oft auf der Strecke bleiben.

Kinostart: 31. August 2017

Das Unterrichtsmaterial kann ab Anfang August 2017 auf der Webseite www.kinokultur.ch unter «Die Filme» kostenlos heruntergeladen werden.

Bezug Lehrplan Volksschule

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