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Unternehmen Algerien – Koloniale Verstrickungen der Schweiz

Kontakt Anbieter*in / Anmeldung

Angebotsinformationen

– Anbieter*in: Dunant Plaza
– Durchführungsdatum: 14. November 2021 bis 20. März 2022,
Termine auf Anfrage
– Veranstaltungsort: Dunant Plaza, Kirchplatz 9, 9410 Heiden
– Zielpublikum: 7. - 12. Schuljahr
– Dauer: 60 Minuten
– Kosten: Schulklassen Kanton AR: kostenlos
Schulklassen Kanton SG: CHF 110.00
Schulklassen übrige Kantone: CHF 110.00 zzgl. Eintritt (CHF 4.00 pro Schüler*in)

Unternehmen Algerien – Koloniale Verstrickungen der Schweiz

Dialogische Führung

In der neuen Doppelausstellung im Dunant Plaza begeben wir uns auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit der Schweiz in Algerien. Die Ausstellung erzählt zwei Geschichten aus unterschiedlichen Zeiten. Beide stehen exemplarisch für die Beteiligung der Schweiz am französischen Kolonialprojekt.
Doch was hat Henry Dunant damit zu tun? Als Gründer des Roten Kreuzes gilt er als Menschenfreund und Wohltäter. Weniger bekannt ist sein koloniales Wirken, das in der Ausstellung «Unternehmen Algerien» beleuchtet wird.

In einer dialogischen Führung erkunden die Schulklassen entlang von Dunants Biographie die Zeit der Kolonialisierung und des europäischen Imperialismus. Anhand eines Bildes des französischen Malers Eugène Delecroix aus dem Jahr 1834 erfahren sie, was es mit dem sogenannten «Orient-Fieber» der Europäer*innen jener Zeit auf sich hat und erkunden von Station zu Station die Rolle von Henry Dunant als Kolonisator und Unternehmer in Algerien. Wie lässt sich das Bild vom Menschenfreund Dunant mit dessen Handeln als Kolonisator vereinbaren? Und was hat das alles mit Heute und mit uns zu tun?

Für kunstinteressierte Schulklassen führen die Spuren der kolonialen Verstrickungen der Schweiz weiter in die zweite Ausstellung: «et l’histoire commence ici». Die junge Genfer Künstlerin Camille Kaiser erzählt mittels eines Films und einer Installation die Geschichte vom Kennenlernen ihrer Grosseltern zwischen Frankreich, Algerien und der Schweiz und von der Arbeit des Grossvaters als Topograf in den 1950er Jahren. Anhand der Fragmente aus dem Familienarchiv werden die Bedeutung von Archiven und die Wichtigkeit, Geschichten aus heutiger Sicht neu zu reflektiere, beleuchtet und diskutiert.

Bezug Lehrplan Volksschule

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