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Rückblick 14. kklick-Netzwerktreffen AR/GL/SG

Rückblick 14. kklick-Netzwerktreffen AR/GL/SG

Der Kultur verbunden bleiben

15.10.2021 - Aktuell

Sich endlich wieder live und in Persona austauschen! Am Mittwoch, 22. September lud kklick zum 14. Netzwerktreffen AR/GL/SG ins Stadtmuseum Rapperswil. Es stand ganz im Zeichen der Baukultur. Für dieses Thema gibt es viele Anknüpfungspunkte und das Stadtmuseum Rapperswil als Austragungsort passte ideal dazu. Auch weil die Kombination Kultur und Schule in Rapperswil eine lange Tradition hat, wie Luca Eberle, Schulpräsident und Stadtrat von Rapperswil-Jona, in seinen Grussworten betonte. Und er bedankt sich bei allen, ob Lehrpersonen oder Kulturanbietende, dass sie Kultur als Kompetenz stärken – zum Beispiel über die Nutzung der Plattform kklick.  

Die baukulturell interessante und zugleich geschichtsträchtige Lokalität des 14. Netzwerktreffens wurde den Anwesenden durch Mark Wüst, Museumsleiter, in einer kurzen Führung vorgestellt. Der Bau – eine Mischung aus alt, modern und historisch – prägt das Stadtbild von Rapperswil insbesondere auch durch die anfänglich goldene Fassade, die das Sonnenlicht reflektierte und für viele erhellte Wohnzimmer in der Umgebung sorgte. Dieser goldene Schein ist mittlerweile einem matten Bronze gewichen. Nicht weniger beeindruckend ist der raffinierte Neubau des Stadtmuseums, hinter dessen Glasscheiben die alten Stadtmauern sichtbar bleiben, weiterhin.  

Wie Baukultur im Schulhaus stattfinden kann, zeigten anschaulich Sylvie Vieli, Kulturagentin am Primarschulhaus Eichbüel und Ewa Pavlidis, Kulturverantwortliche ebenda. Das Projekt «Institut für Raumforschung» fragte danach, wie die Schülerinnen und Schülern den Schulraum wahrnehmen, der sie umgibt. Das Ziel: Aus der Perspektive der Kinder fixe (Raum-) Strukturen im Schulhaus aufbrechen. Alle Räume des Schulhauses, vom Keller bis zum Pausenplatz, wurden über ein ganzes Schuljahr hin erforscht, untersucht, bespielt und neu gedacht. Die Präsentation war gespickt mit O-Tönen der kleinen Raumforscher*innen ab Band, die zum Schmunzeln anregten.  

Nach Stärkung bei Kaffee und Süssem entdeckten die Teilnehmenden wie Baukultur vermittelt werden kann. Aufgeteilt in drei Gruppen wanderten sie durch das Stadtmuseum, machten Halt im gotischen Saal oder auch ganz oben im Turmzimmer mit Rundumaussicht über die Stadt Rapperswil und Umgebung. An drei Stationen wurde ihnen je ein Angebot zur Baukultur vorgestellt.  

Jaques Hauser vom Verein Glarner Industrieweg erläuterte die unterschiedlichen Möglichkeiten wie der Glarner Themen-Lehrpfad «Vom Bauernhof zum Fabrikdorf» mit den Schülerinnen und Schülern erkundet werden kann und holte bei der Gelegenheit wertvolle Tipps der Lehrpersonen ein für die zukunftsträchtige, digitale Neugestaltung desselben, wie zum Beispiel Ladestationen für die digitalen Geräte einzubauen.  

Wie Enthusiasmus Begeisterung und Interesse für ein Thema wecken kann, zeigte Ueli Vogt vom Zeughaus Teufen. Dank dem Transformationsprojekt «Büro für Baukultur» bietet er mit dem Angebot «Wo ich wohne» eine umfangreiche Palette an Möglichkeiten, wie mit Schülerinnen und Schülern Baukultur erlebt werden kann. Von klassischen Vermittlungsformaten wie dem Besuch einer Architektin, die der Schulklasse ihre Arbeit erläutert, bis zur eigenen Recherche der Schülerinnen und Schülern zu Farbe, Licht und Körper als Grundelemente des Bauens in ihrer unmittelbaren Begegnung. Seine eigene Begeisterung für die Baukultur war spürbar und liess keinen Zweifel, dass sich diese sowohl auf Lernende wie auch auf Lehrpersonen übertragen würde.  

Wie eine Stadt entsteht, zeigt Bettina Schöller vom Stadtmuseum Rapperswil interessierten Schulklassen. Als studierte Mittelalter-Historikerin geniesst sie es, mit Mythen aufzuräumen und mit den Lernenden der Frage nachzugehen: «Wie war es wirklich?». Auf Nachfrage einer Lehrperson antwortet Bettina Schöller, dass sie das Angebot – eigentlich für das 4.- 6. Schuljahr konzipiert – gerne auch auf Schulklassen der Mittelschule anpasst. Das zeigt: miteinander ins Gespräch zu kommen, eröffnet Möglichkeiten. Gespräche, wie sie eben an einem Netzwerktreffen entstehen können.  

Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmenden vom Netzwerktreffen nochmals im Plenum, wo Richi Küttel den Abschluss gestaltete und einen Ausblick wagte. Unter anderem auf das 15. kklick-Netzwerktreffen AR/GL/SG, das im März 2022 in Rorschach stattfinden wird. Es geht also einmal diagonal durch den Kanton. Denn kklick ist hier wie dort aktiv.  

Wie schon in der Kaffeepause waren auch während des an- und abschliessenden Apéros verschiedene Kulturanbietende zugegen, beantworteten Fragen interessierter Lehrpersonen und zeigten stellvertretend für das breite Angebot auf kklick.ch, wie vielfältig Kultur an und mit Schulen erlebt werden kann. Die Atmosphäre, die interessierten Gespräche, der spannende Austausch, all das zeigte, dass die Anwesenden – Lehrpersonen, Kulturverantwortliche, Kulturanbietende – der Kultur verbunden bleiben wollen und werden. Und dank kklick geht das etwas leichter.