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Wer spinnt, kommt auf Ideen. Wer spinnt, gewinnt.

Wer spinnt, kommt auf Ideen. Wer spinnt, gewinnt.

Auftakt zum Projekt «Spinnerei zu St.Margrethen»

14.12.2020 - Aktuell

Schon von Weitem war sie am vergangenen Dienstagmorgen zu hören – die Spinnerei auf dem Pausenplatz der Schule Wiesenau in St. Margrethen: «Drum spinn auch du! Wer spinnt, kommt auf Ideen. Drum spinn auch du! Wer spinnt, gewinnt.» sang da das ganze Schulhaus voller Begeisterung zum eigens für das Projekt von Roman Rutishauser komponierten Lied. Dazu: Ein Klavier, das per Pneukran auf das Vordach der Schule geflogen wird und dort nun bis zum nächsten Sommer Wind und Wetter trotzt.  

Nur warum dieses Spektakel? Dieser Dienstag, 8.12., bildete den Auftakt zum Langzeit-Schulprojekt «Spinnerei zu St. Margrethen» an der Wiesenau. Ein Projekt zum Thema «Verwandlung», das alle Schüler*innen, Lehrer*innen und die beteiligten Künstler*innen zum kreativen Spinnen einlädt. Verwandlungen: ein altes Motiv in Märchen, ein Dauermotiv in unserem Leben, mal voraussehbar, mal jäh einbrechend, mal schmerzhaft, mal faszinierend schön, immer unumkehrbar.

Die Schule Wiesenau greift damit ein Thema auf, das gerade aktueller ist denn je: Ein neuer Virus verwandelt den Alltag und die Gesellschaft in einem beunruhigenden Masse. Schulalltag, das familiäre Leben der Kinder und Jugendlichen, Mobilität, alles ist davon betroffen und im Wandel. Im künstlerischen Tun dürfen sich die Schüler*innen deshalb intensiv mit dem Thema Verwandlungen auseinandersetzen. Fünf Künstler*innen aus Musik, Tanz und Film unter der Gesamtleitung des St.Galler Künstlers Roman Rutishauser begleiten sie dabei, zeigen ihnen Möglichkeiten auf und geben dabei auch Einblick in ihr eigenes Denken und Schaffen. Sie haben dafür die Spinnereifabrik entworfen, in der die Schüler*innen im «Fass für Unfassbares», im «Ohratorium», in der «Augenwäscherei», in der «Stanzerei» oder im «Spinnbad» experimentieren und kreativ sein können.

Räumlicher Ausgangspunkt und passend zur Schulhausbaustelle ist ein Container, der auf dem Schulareal steht, gut sichtbar für alle beim Eingang. Bis zu den Sommerferien 2021 ist der Container an zwei Tagen pro Woche – den Ateliertagen – offen, für die sich die insgesamt vierzehn Schul- und Kindergartenklassen jeweils anmelden können. Die Kinder und Lehrpersonen werden hier von den im Container arbeitenden Künstler*innen zu einer besonderen Zusammenarbeit eingeladen, welche innere und äussere, sicht- und hörbare Spuren hinterlässt. Mit Sounds, Film, Wort, Licht, Ton und Körper verwandeln sie das Schulhaus und die Umgebung, nutzen dabei kreativ, was ihnen begegnet, sei es Baustellenlärm, Schrott, Pingpong-Bälle oder Matheaufgaben. Manche Verwandlungen sind temporär, manche bleibend, immer aber sind sie offen – das heisst von Kindern, die gerade nicht im Atlier sind, zu beobachten. Und auch das verrückte Klavier auf dem Schulhausdach wird dabei immer wieder zum Einsatz kommen.

Die kklick-Geschäftsstelle AR/SG wird das Projekt über diese Zeit weiter verfolgen und immer wieder Einblicke in die Spinnereifabrik geben, in der «nicht nur Stroh zu Gold gesponnen wird», und ging herzerwärmt und mit einem inspirierenden Ohrwurm nach Hause, um an Ideen für das kklick-Jahr 2021 zu spinnen. 

Das Projekt Spinnerei zu St. Margrethen findet im Rahmen des Projekts «Kulturagent.innen für kreative Schulen» an der Schule Wiesenau statt. «Kulturagent.innen für kreative Schulen» ist ein Projekt für kulturelle Bildung und Schulentwicklung, initiiert und gefördert von der Stiftung Mercator Schweiz in Zusammenarbeit mit den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Bern, Freiburg, St. Gallen, Thurgau, Wallis und Zürich.

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