kklick

Absage Literatur aus erster Hand 2020

Absage Literatur aus erster Hand 2020

Die beliebten Autor*innenlesungen können nicht durchgeführt werden

20.04.2020 - Aktuell

Nun ist es klar: Der Schulbetrieb wird höchstwahrscheinlich am 11. Mai wieder aufgenommen. Da wir davon ausgehen müssen, dass in den ersten Schulwochen neben der Wiederaufnahme des Schulbetriebs und der Wiedereingliederung der Schüler*innen keine oder kaum Kapazitäten für spezielle Veranstaltungen bestehen und da wir noch nicht wissen, wie der Schulbetrieb gestaltet wird (u.U. in Halbklassen und ohne grösseren Veranstaltungen im Schulhaus aufgrund weiterhin bestehendem Versammlungsverbot), haben wir uns dazu entschlossen, Literatur aus erster Hand 2020 komplett und ersatzlos abzusagen. 

«Komplett und ersatzlos» bedeutet: 

  • Keine Verschiebung der Lese- und Werkstatt-Termine 
    Der administrative Aufwand, um neue Termine für Lesungen und Werkstätten zu finden wäre zu gross. Zudem müsste bei ausländischen Autor*innen die komplette Lesewoche verschoben werden können, damit sich eine Anreise rechnet. 
  • Keine organisierten Lesungen über Online-Medien  
    Literatur aus erster Hand steht für die persönliche Begegnung der Schüler*innen mit den Autor*innen und Illustrator*innen. Lesungen über elektronische Kanäle sind kein Ersatz dafür. 

Wir sind uns bewusst, dass sich die Lehrpersonen auf die Lesungen gefreut und vorbereitet haben, sehen in diesen besonderen Umständen aber keine andere sinnvolle Möglichkeit als abzusagen. 

Nun möchten wir in die Zukunft blicken und bereits den Termin für Literatur aus erster Hand 2021 ankündigen: Die Autorenlesungen und Literatur-Werkstätten werden vom 3. Mai bis 4. Juni 2021 stattfinden, wir werden dazu Anfang November dieses Jahres einladen.

Und wir haben eine Bitte:

Mit der Absage der Lesungen, verlieren 51 Autor*innen, Illustrator*innen und Slam-Poeten ein Einkommen. Aufgrund der speziellen Organisationsstruktur und des selbstfinanzierenden Charakters ist es «Literatur aus erster Hand» nicht möglich, diesen finanziellen Ausfall der Autor*innen zu kompensieren. Und auch wenn der Staat beabsichtigt, Ausfälle der Kulturschaffenden teilweise zu decken, wäre es schön, wenn die Schulen sich solidarisch zeigen und die Kulturschaffenden in diesen schwierigen Zeiten unterstützen könnten. 

Beteiligte Schulen sind gebeten abzuklären, ob es möglich ist, dass sie die Lesungen ganz oder teilweise bezahlen, auch wenn sie ausfallen müssen. Die Autor*innen haben Vorleistungen erbracht wie Vorbereitung der Lesung, Planung von Einsatz und Anreise oder Absprachen mit Lehrpersonen. Unter Umständen sind die Lesungen budgetiert und das Budget verfällt nun mit der Absage.

Je nach Bescheid werden wir eine Rechnung für die Lesungen zustellen. Aus den eingegangenen Beiträgen bilden wir einen Fonds, der anteilmässig unter den Autor*innen verteilt wird. 

Einzelne Schulen sind der Bitte bereits nachgekommen und haben eine Zahlung bestätigt. Noch ist der zusammengekommene Betrag aber zu klein, dass den 51 Autor*innen eine angemessenen Ausfallentschädigung daraus bezahlt werden könnte. 

Vielen Dank deshalb - auch im Namen der Autor*innen - für Ihre Abklärung und Hilfe. 

Wir wünschen für die letzten drei Wochen Fernunterricht alles Gute und einen tollen Start in den Schulbetrieb. 

Für die Organisation von «Literatur aus erster Hand»

Kati Michalk & Richi Küttel

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Captcha Code Kann das Bild nicht gelesen werden? Klicken Sie hier, um zu aktualisieren

Captcha ist erforderlich!

Code stimmt nicht überein!

* Diese Felder sind erforderlich.