Hirschfelds go to Izmir
Angebotsinformationen
| – Anbieter:in: |
Theater 111 |
| – Verfügbarkeit: | Di, 12.03.2026, 10.00 Uhr |
| – Veranstaltungsort: |
Theater 111 |
| – Zielgruppe: | 8. - 12. Schuljahr |
| – Sparten: | Theater |
| – Dauer: | Theater: 70 Minuten (keine Pause) - Nachgespräch: 30 Minunten |
| – Kosten: | CHF 18.00 pro Person |
Hirschfelds go to Izmir
Theaterstück über Erbe & Geschichte, Migration und Entwurzelung - mit Nachgespräch
Theaterstück über Erbe & Geschichte, Migration und Entwurzelung - mit Nachgespräch
Die Familie Hermann und Karoline Hirschfeld aus Hohenems ist im 19.Jahrhundert nach Izmir ausgewandert, um dort im Textilhandel tätig zu sein. Ihre Spur führt dann weiter nach Istanbul, nach Wien, nach Frankfurt und die ihrer Nachfahren bis nach Guatemala und zurück zu Besuchen in Hohenems.
Das Stück folgt dieser Reise mit allen ihren Fragen an ein Leben als Minderheit im damals multikulturellen Izmir ebenso wie den persönlichen Konflikten der Figuren, die teils historisch verbürgt und teilweise fiktiv sind.
Filmische Sequenzen bringen die historische Erzählung in die Gegenwart, konfrontieren mit heutigen Konflikten und Fragestellungen. Migration ist ein Thema für die Kaufleute der Levante vor fast 180 Jahren ebenso wie für Menschen, die heute und in der jüngeren Vergangenheit aus der Türkei migrieren. Es mischen sich politische Themen mit den psychologischen der einzelnen Menschen.
Ein fiktives junges Paar aus Österreich begibt sich auf eine Reise in die Hafenstadt Izmir in der türkischen Ägäisregion, anfangs noch diffus in ihren Zielen, dann immer faszinierter von den Geschichten, die sich für sie auftun. Sie treffen auf Hermann und Karoline Hirschfeld, Orte und Zeiten spielen keine Rolle mehr. Der Trip wird eine Suche nach Wurzeln und jüdischem Erbe, nach politischen und persönlichen Tabus und nach der eigenen Freiheit im Kopf.
Den Text hat der in Istanbul als Regisseur und Schriftsteller lebende türkisch-jüdische Autor Aksel Bonfil nach Recherchen des Theaterteams verfasst.
Das Theaterstück ist zweisprachig deutsch/türkisch. In den filmischen Sequenzen spielen Jugendliche aus Hohenems und Izmir mit.
Direkt nach der Vorstellung erfolgt eine Diskussion mit den Schauspieler:innen Özge Dayan-Mair und Suat Ünaldi sowie der Vermittlerin Brigitte Walk: Es gibt intensive Einblicke in das Stück und es ist Platz für Fragen, so kann das Stück gut nachbearbeitet werden.
Auf Wunsch ist auch ein ebenfalls kostenloser eineinhalbstündiger Theater-Workshop mit Theaterpädagogin und -regisseurin Brigitte Walk in der Schule zur Vor- oder Nachbereitung möglich: Der Workshop bietet eine intensive Auseinandersetzung mit dem Stück. Die Schüler:innen erhalten ausserdem Einblicke ins Theaterspielen und spielen selber kurze Szenen.
